Rennsteigstaffellauf 2026
Oberlausitzer Sportclub Löbau e.V
Abteilung Leichtathletik - www.OSC-Loebau-Dieeisernen.de
Juni 2026
Mit den Eisernen beim Rennsteigstaffellauf 2026
„Mitte Mai ist Rennsteiglauf“, so der bekannte Slogan. Man kann aber auch sagen: „Mitte Juni ist Rennsteigstaffellauf“.
Nun, Mitte Juni war dieses Jahr am 20. Juni. Und so machten sich die Eisernen und ihre Freunde bereits zum 13. Mal auf den Weg in den Thüringer Wald, um an der Staffel teilzunehmen.
Wir waren besonders gespannt; denn der Staffellauf fand in einem neuen Format statt. Im Wesentlichen wohl aus organisatorischen Gründen, wurde nicht mehr die totale Länge des Rennsteiges als Staffel bewältigt. Vielmehr wurden vom zentralen Start- und Zielort Schmiedefeld zwei große Schleifen mit insgesamt gut 130 km gelaufen.
Manches verlief so entspannter als in den letzten Jahren. Die Übernachtung konnte für beide Nächte an einem Ort gebucht werden, der Transport unserer Läufer zu den Wechselstellen war einfacher. Die Strecke war um ca. 35 km kürzer und so waren auch die früher für zahlreiche Staffeln üblichen „Notstarts“ an bestimmten Wechselstellen diesmal nicht nötig. Am Lauftag selbst verlangten der Regen am Morgen und die einsetzende Hitze ab dem 3. Wechsel an der Schmücke den Läufern und Radbegleitern aber trotzdem Einiges ab. Insbesondere die „Königsetappe“ von Frauenwald nach Masserberg über etwa 22 km war wohl DIE Herausforderung, verläuft doch die Strecke hier wegen des noch nicht wieder herangewachsenen Waldes fast ausschließlich in der Sonne.
Wir selbst waren als „Männerstaffel“ – 4 Frauen und 6 Männer - unterwegs. Pünktlich 6 Uhr startete Johannes zu seiner ca. 15 km langen Etappe. Der Startbogen selbst stand in der Rennsteighalle, bekannt durch rauschende Abschlussfeiern zum Rennsteiglauf. Es folgte Matthias, der am Grenzadler bei Oberhof nach gut 13 km an Staffelneuling Robert übergab. Er hatte nun eine etwa 14 km lange Runde vor sich. Sie führt wieder zum Grenzadler, jedoch lag die Wechselstelle nun im Biathlonstadion. Dirk übernahm und bekam die jetzt einsetzende Hitze auf dem knapp 14 km langen Weg zur Schmücke als erster zu spüren. Hier stand Susi bereit und lief gut 11 km nach Frauenwald. In der Mittagssonne schickte sie dann Maik auf die o.g. „Königsetappe“ nach Masserberg. Masserberg war nun der östlichste Wechselpunkt, jedoch musste erst noch eine wiederum etwa 14 km lange Runde gelaufen werden. Das war Annes Part. Am imaginären Wendepunkt der Strecke in Friedrichshöhe gab‘s die staffelinterne Anfeuerung durch Johannes, Matthias und Dirk. Leider waren sie die einzigen, mehr Publikum war nicht.
Wieder in Masserberg angekommen, schickte Anne dann Heike auf die Strecke nach Neustadt. Von Bea auf den letzten ihrer fast 11 Kilometern begleitet, übergab sie nun an Anni, die wieder nach Frauenwald lief. Eigentlich ist der Weg nur etwa 8 km lang. Für die Staffel gab es aber einen „Umweg“ und so war die Etappe gut 14 km lang. Am nun zweiten Wechsel in Frauenwald begab sich Bernd auf den letzten nur knapp 8 km langen Abschnitt. Zu laufen war hier auch der vom Rennsteigmarathon bekannte Schlussanstieg hoch zum Zielareal, eine Hassliebe. Aber begleitet von unserer Ersatzläuferin Anita gab es keine Probleme. Gemeinsam lief die ganze Truppe glücklich durch den Zielbogen. Traditionell bekam jeder bekam seine Medaille. Das Gruppenfoto unter dem Zielbogen entstand. Für die 134 km hatten wir 13 Stunden und gut 38 Minuten benötigt. Von 76 Männerstaffeln waren wir damit 63., weitere 14 Mixstaffeln kamen auch noch nach uns ins Ziel. Hannes hatte uns über die Strecke mit dem Fahrrad begleitet, für Getränke und so manche Streckeninformation und Aufmunterung gesorgt und damit einen wesentlichen Anteil an unserem Erfolg.
Zum Ausklang genossen wir noch Thüringer Bratwürste und freilich ausreichend diverse Getränke. Gemeinsam wurde das Länderspiel unserer Fußballer gegen die Elfenbeinküste geschaut. Na ja, auch ein Erfolg.
Am Sonntag nach dem Frühstück ging es wieder nach Hause bzw. gleich noch in den Urlaub.
Unsere, für eine solche Veranstaltung notwendige und aufwändige, Planung war aufgegangen. Im Wesentlichen gehört dazu: Staffel melden, Übernachtung in Schmiedefeld buchen, Restaurant für das erste Abendessen reservieren, Läufer dem Etappenzuschnitt passend zuordnen, Autos und deren Besetzung für die Anfahrten zu den Wechseln planen. Dank des Engagements und des Teamgeistes aller, ganz gleich ob Läufer, Ersatzläufer, Radbegleitung, Autofahrer oder Betreuer, war das Wochenende ein voller Erfolg.
Nicht die Platzierung, sondern das gemeinsame Erlebnis einer solch spektakulären Veranstaltung stand dabei für uns wie immer im Vordergrund.
Wir waren uns einig, dass dieses neue Staffelformat seitens des Veranstalters organisatorisch noch verbesserungsfähig ist und dass der Reiz, den Rennsteig von einem zum anderen Ende zu laufen, verloren gegangen ist. Aber dennoch wollen wir im nächsten Jahr wieder mit von der Partie sein. Es ist doch ein wunderschönes Teamerlebnis.
Also läuft die Planung für den 27. Rennsteigstaffellauf, der am 19. Juni 2027 stattfindet, natürlich wieder mit einer Mannschaft der „Eisernen und Freunde“.
Bernd Georgi
Bild zur Meldung: Rennsteigstaffellauf 2026