Athen-Marathon und Läufer-Cup
Oberlausitzer Sportclub Löbau e.V
Abteilung Leichtathletik - www.OSC-Loebau-Dieeisernen.de
Löbau im November 2025
Laufen auf antiker Strecke – Marathon
Im Sommer 2024 schmiedeten ein paar Eiserne mit Partnern und Freunden Pläne für einen sportlichen Höhepunkt: die Teilnahme am Athen-Marathon im November 2025. Zur Gruppe gehörten Bea und Dirk, Judith und Bernd, Heike, Susann und Kathrin. Schnell waren wir uns einig, dass wir die Reise bei Schulz-aktiv-Reisen buchen werden. Fleißiges Trainieren war ab jetzt angesagt.
Am 7. November war es dann endlich soweit. Trainiert hatten wir in den letzten Monaten (für unsere Verhältnisse) gut und viel. Lediglich Bea hatte Probleme mit der Ferse und konnte deshalb leider nicht so richtig trainieren. Parallel zur Fitness stieg aber ständig auch die innerliche Anspannung. Wir sehnten den Tag des Laufes förmlich herbei. Wir sitzen im Flieger. Von Berlin geht es zunächst nach Wien. Umsteigen. 13 Uhr Ortszeit (1 Stunde plus zur Heimat) sind wir in Athen. Auch alles Gepäck ist da. Vorsorglich hatten wir allerdings die wichtigsten Laufsachen im Handgepäck, um etwaigen Verlusten vorzubeugen. Unser Hotel liegt zentral am Metaxurghioplatz. Die Dachterrasse bietet eine wunderbare Sicht über die Stadt, gekrönt vom Blick zur Akropolis. 18 Uhr ist Begrüßungstreff, wir erhalten hier einige Informationen und unsere Unterlagen zum Lauf: Startnummer, Kleiderbeutel mit diversem Inhalt, einen kleinen Rucksack, ein Piratentuch. Dann geht‘s zum Abendessen ins direkt neben dem Hotel gelegene „Alexander the great“.
Am Sonnabend geht’s nach dem Frühstück auf der Dachterrasse zur Stadtführung. Sie ist sehr informativ und mit fast 10 km lockern wir die Muskeln für den nächsten Tag. Emotionaler Höhepunkt der Tour ist unser morgiges Ziel das Panathinaiko-Olympiastadion und der Abschluss auf der Akropolis.
Sonntag, der 9. November, unser großer Tag. Der Lauf, die Schmerzen werden vergehen, der Stolz bleibt! Endlich ist es soweit. Fast 1,5 Jahre schwirrte der Termin immer wieder im Kopf herum, war dieser Tag, finales Ziel aller Plackerei. 4:30 Uhr wecken, 5 Uhr Frühstück, 6 Uhr mit der U-Bahn zum Syntagma Platz. Hier stehen die Busse, die uns in gut einer Stunde zum Start nach Marathon bringen. Perfekte Organisation!
Die Strecke führt die Läufermenge durchgängig auf einer breiten asphaltierten Straße. Von Marathon aus ist es zunächst leicht wellig, eher bergab. Ab etwa dem 8. Kilometer kommt der erste Anstieg bis zum Kilometer 17. Die nächsten 2 bis 3 Kilometer geht’s kurz abwärts. Sozusagen eine kleine Entspannung vor dem langen Anstieg von Kilometer 18 bis 31,5. Es ist zwar nicht steil, aber stetig bergauf und somit definitiv herausfordernd. Die letzten Kilometer sind dann tatsächlich schön, das Ziel ist bald erreicht und es geht (fast) nur noch leicht bergab.
Am Start erleben wir das uns vom Rennsteig bekannte Gewusel. Nur bei etwa 20.000 Startern etwas größer. Auch die Zahl der Toilettenhäuschen ist sehr gut an die Teilnehmerzahl angepasst. Wir beteiligen uns an der Besetzung der Örtlichkeiten mehrfach. Der Wetterbericht hatte uns bei ca. 19° C leichte Regenschauer und sogar ein Gewitter vorhergesagt. Es bleibt aber bei einem kurzen Nieselregen noch vor dem Start. Später wird es dann sonnig mit einigen Wolken und etwas Gegenwind. Somit sind die Wetterbedingungen doch recht gut.
9 Uhr ist dann der Start des Elitefeldes. Die restlichen, mehr oder weniger ambitionierten „Freizeitläufer“ starten in 15 Blöcken alle 5 Minuten. Unser Startblock 12 steht somit genau 10 Uhr an der Startlinie. Und los geht‘s auf die historischste aller Marathonstrecken. Heike „verlor“ uns in der Menge recht bald. Kathrin, Tweety, Dirk und Bernd bleiben bis ins Ziel zusammen. Bea und Judith bilden vereinbarungsgemäß unsere gruppeneigene Nachhut. Den richtigen Besenwagen bekommen sie aber nicht zu Gesicht. Der kommt viel später.
Die Gefühle unterwegs kann jeder nur für sich analysieren. In jedem Fall ist es ein tolles Erlebnis und die Euphorie steigt mit jedem Kilometer, den das Ziel näher kommt. Sachlich nicht zu beschreiben sind die Emotionen beim Einlauf ins Panathinaiko-Stadion. Selbst die vielen Fotos können dies nicht widergeben. Vielleicht können sie ergänzen, was durch die etwas feuchten Augen nicht ganz klar zu sehen ist. Es ist einfach nur phantastisch, grandios, überwältigend … es fehlen die Superlative.
Nach 17 Uhr sind wir alle wieder zusammen, liegen uns in den Armen und freuen uns vor allem, dass jeder gut ins Ziel gekommen ist. Abends ist im gemütlichen Restaurant „Stamatopoulou Palia“ unterhalb der Akropolis natürlich eine ordentliche Feier angesagt. Auf dem Rückweg in die Hotelzimmer machen wir noch einen Umweg über die Dachterrasse des Hotels. Hier gibt‘s einen Nachttrunk, freilich mit Akropolisblick. Dann fallen alle ins Bett.
Der Lauf hat bis auf kleinere Blessuren keine körperlichen Probleme hinterlassen. So können wir nun in den Folgetagen unsere Kultur-Verlängerung genießen: Bootstour zu den Saronischen Inseln, Zwischenstopp im Skiort Arachova, Orakel von Delphi, Wanderung auf einem Pilgerpfad, Meteora-Klöster, Weinverkostung, Thessaloniki. Alles ist bestens organisiert, die Hotels und Restaurants sind perfekt gewählt, das Wetter ist auch schön. Am Freitag, den 14. November müssen wir leider die Heimreise antreten, vollgepackt mit tollen Erlebnissen und vielen Eindrücken. Gegen 22:45 Uhr sind alle wieder zu Hause.
Bericht von Bernd Georgi
Am 09.11.2025 wurden die besten Läuferinnen und Läufer beim Sachsenenergie-Läufer-Cup geehrt. Am gleichen Tag fand der Ritter-Wormlitz-Lauf in Großräschen statt. Beim Läufercup konnten sich einige Mitglieder der „Eisernen“ des OSC Löbau unter den besten Fünf ihrer Altersklassen mit ihren Leistungen über das gesamte Jahr platzieren. Ilona Wadenbach als 2., Anne Böder als 3., Heike Sieber als 4. Und Hartmut Schindler als 2. von den Senioren, Robert Sauermann (Für die „Eisernen“ startend) als 4. und Simon Sauermann als 5. vom Nachwuchs waren über das gesamte Jahr 2025 bei den Wettkämpfen zum Läufer-Cup präsent und konnten so viele Punkte für die guten Platzierungen sammeln. Beim Ritter-Wormlitz-Lauf konnte sich Anne Böder auf dem 3. Rang in der Frauenkonkurrenz platzieren.
Bild zur Meldung: Athen-Marathon und Läufer-Cup